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Rückblick Buga 2007
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Als 1997 die Greizer Landrätin Martina Schweinsburg und der damalige Geraer Oberbürgermeister Ralf Rauch aus Gelsenkirchen mit der Zusage zur Ausrichtung der Bundesgartenschau zurückkehrten, wurden aus zart sprießenden Ideen im Laufe jahrelanger Planung investitionsschwere Projekte, deren Realisierung im Zeichen der Nachhaltigkeit stand. Während in Ronneburg Berge versetzt wurden und eine vom 40-jährigen Uranabbau gezeichnete Landschaft der Natur zurückgegeben werden konnte, begann in Gera die Gestaltung eines 45 ha großen Stadtparks auf den historischen Hofwiesen. Infrastrukturelle Errungenschaften, wie die Stadtbahnlinie 1, die West- und Osttangente oder der Ufer-Elster-Park und die Bauprojekte durch das europäische Stadtumbauprogramm "Urban" krempelten das Stadtbild um und schufen eine nie dagewesene Lebensqualität.

Luftaufnahme des verfüllten Tagebau Lichtenberg bei Ronneburg im Juli 2006


Luftaufnahme des Hofwiesenparks Gera als Kernzone der Buga 2007 im Juli 2006



Am 17. Dezember 2004 erfolgte symbolisch der Spatenstich für die Umgestaltung der zentrumsnahen Hofwiesen am Fuße des einst repräsentativen Schlosses Osterstein in einen attraktiven Stadtpark an der Weißen Elster. Nach Abriss des alten Hallenbades, des Textimasteges, der Panndorfhalle und dem Rückbau der Sommerbadstraße, sind das 3500 Besucher fassende Veranstaltungsoval, das 5000 Quadratmeter große Spieloval, die renovierten Prinzenhäuser, die wiederhergestellte Parkanlage der Villa Jahr und das Turnsportzentrum bleibende Elemente eigener Identität über die Buga-Zeit hinaus.

Ein Tulpenmeer begrüßte die Besucher zur Eröffnung der Bundesgartenschau in Gera


Sommer im Hofwiesenpark mit dem dicht bewaldeten Stadtwald im Hintergrund


Herbstliche Hallenschau in Geras Blumenhalle


Beliebtestes Fotomotiv Geras: Die Marienkirche in Gera-Untermhaus



Die Neue Landschaft in Ronneburg empfängt ihre Besucher mit fühlbarer Weite und unverwechselbarer Dimension. 140 Hektar des einstigen Bergbaureviers, wovon 60 Hektar als reine Ausstellungsfläche genutzt wurden, erwachen als revitalisierter Naturraum. Während sich die streng geometrischen Lichtenberger Kanten vom Geländeprofil abheben, fügt sich die 240 m lange Erlebnisbrücke in ihrer geschwungenen Eleganz harmonisch in die Landschaft ein. Sie ist das Verbindungsglied zwischen dem Ronneburger Balkon mit dem Erlebnisturm auf der einen Seite und dem großen Arboretum auf der anderen Seite des Neuen Tales und bietet eine fantastische Aussicht in das Gessental - dem grünen Naherholungsband bis ins 8 km entfernte Gera.

Geschwungene Form der 240 m langen Erlebnisbrücke, die auf den Namen Drachenschwanz getauft wurde; Quelle: Buga GmbH


Entdeckerturm auf dem Ronneburger Balkon


Blick vom Entdeckerturm auf die Veranstaltungsbühne 


Thüringer Welten mit unterschiedlichen Landschaftsthemen des Bundeslandes


Hauptachse des Besucherstroms



Vom 27. April 2007 bis 14. Oktober 2007 erlebten knapp 1,5 Millionen Besucher an zwei kontrastreichen Standorten die 29. Bundesgartenschau, in die 146 Millionen Euro investiert wurden, davon 110 Millionen Euro in nachhaltige Projekte. Unter Beteiligung von 479 Ausstellern und 27 000 Mitwirkenden in über 2 000 Veranstaltungen kann eine ganze Region auf unvergessliche und ereignisreiche Tage zurückblicken. Gärtnerische Spitzenleistungen, ein gelungener Stadtumbau in Gera und das gigantische Renaturierungsprogramm in Ronneburg setzten bundesweit neue Maßstäbe mit Langzeitwirkung. Dank des hohen Medieninteresses und des durchweg positiven Resümees der Besucher erhofft sich die an Selbstbewusstsein und Popularität gewonnene Region Ostthüringen zukunftsweisende Impulse für die weitere Wirtschafts- und Tourismusentwicklung.


Die Bundesgartenschau präsentierte im lebendigen Wechselspiel der Jahreszeiten eindrucksvoll mit welcher Harmonie und enger Beziehung der Zier- und Nutzgarten kombiniert werden kann. Gärtnerische Pflanzkombinationen aus Gemüse, Kräutern und Blumenflor versprechen nicht nur ein dankbares Farbenschauspiel, sondern bieten einen Anreiz für wohlriechende Dekorationen oder der Verfeinerung der Geschmacksnuance in manchem Gericht und leisten einen Beitrag zur Artenvielfalt im heimischen Biotop. Doch viel wertvoller ist das Wissen über die Anwendung der heilsamen Wirkung, die in Wurzeln, Blättern, Blüten und Früchten vieler Pflanzen schlummert. Angesichts zunehmender Beliebtheit von Pflastersteinen und kurzgeschnittenen Rasenflächen entfernt sich der Hobbygärtner der Gegenwart jedoch zunehmend von der Gesinnung einer naturverbundenen Lebensweise. Dabei könnten viele alltägliche Beschwerden durch Tees, Salben und Tinkturen Linderung erfahren, ohne lange Wartezimmeraufenthalte in Kauf zu nehmen oder sich über mögliche Nebenwirkungen von Medikamenten beunruhigen zu lassen.

Ich möchte Ihnen im Folgenden ein paar Pflanzenvertreter aus unserem Kräutergarten vorstellen, deren gesundheitlicher Nutzwert überzeugte und diesbezüglich bedenkenlos weiterempfohlen werden können:

Ringelblume (Calendula officinalis)

Mit gelb bis orange leuchtenden Blüten ist die Ringelblume ein beständiger Farbtupfer im Garten des Sommers, die sich durch kleine, halbmondförmige und hellbraune Samen selbstständig vermehrt. Bei trockenem, sonnigem Wetter kann man die Blütenblätter sammeln und sie auf Tüchern im Schatten oder in durchlüfteten warmen Räumen trocknen lassen und später in Schraubgläsern aufbewahren. Die getrockneten Blüten finden als Tee Verwendung bei:

  • Entzündungen des Magen-Darm-Traktes
  • Magengeschwüren bzw. Magenkrämpfen
  • Drüsenschwellungen

Außerdem wirkt der Tee, von dem bis zu zwei Tassen täglich ohne Bedenken getrunken werden können, blutreinigend.

Eine breite Anwendung findet auch die Ringelblumensalbe, wofür man neben den Blütenköpfen auch kleingeschnittene Blätter und Stängel verwenden kann. Die größte Heilintensität erzielen Sie, wenn Sie bei zunehmenden Mond und um die Mittagszeit bei Sonnenschein pflücken. Nicht ganz so leicht gestaltet sich aus eigener Erfahrung die Besorgung von 500 g ungesalzenem Schweinefett, in dessen erhitzte Schmelze drei gehäufte Doppelhände der Ringelblumen zugegeben werden. Unter leichtem Umrühren solang erhitzen, bis sich erste Blasen bilden. Dann lässt man den Topf zugedeckt einen Tag stehen und erwärmt dann die erstarrte Schmelze erneut leicht. Nun presst man die sirupähnliche Flüssigkeit durch ein weißes Leinentuch oder unbedrucktes Stofftaschentuch in kleine Schraubgläser und lässt diese abkühlen. Aufbewahrt werden sollten sie dann im Kühlschrank. Anwendung findet die Salbe bei:

  • Verbrennungen der Haut
  • Fußpilz
  • Geschwüren, Narben und Wundschmerzen

Desweiteren können Sie die Blätter Salaten oder Eintöpfen beimischen.

Ringelblumen im Hochsommer


Salbei (Salvia officinalis)

Im Ensemble der Küchenkräuter längst etabliert, erfreut sich die südeuropäische, sonnenliebende Pflanze in der Gesundheitsbranche zunehmender Beliebtheit. Für den Salbeitee werden die immergrünen, graugrünen, leicht behaarten Blätter vor der Blüte gepflückt und im getrockneten Zustand mit heißen Wasser überbrüht. Bei ersten Anzeichen einer Erkältung, Mandelentzündung, Entzündungen in der Mundhöhle oder des Zahnfleisches ein- bis zweimal täglich gurgeln.

Salbeibusch mit seinen immergrünen Blättern


Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Der für Entschlackungskuren oft therapeutisch genutzte Löwenzahn ist eine geschätzte Beilage für Salate (Blüten und Blätter). Die mit Milch angereicherten Blütenstängel sollte man niemals für Zubereitungen verwenden! Löwenzahn enthält viele Bitterstoffe, die Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse und damit die Verdauung stimulieren und die Blutbildung fördern. Aus den vor der Blüte gesammelten Blättern bereitet man einen harntreibenden Tee.

Löwenzahnblüten in der Frühlingssonne


Ideale Wiese am Waldesrand zum Sammeln der Löwenzahnblüten


Honig aus Fichtenspitzen und Löwenzahnblüten:

Eine gehäufte Doppelhand voll junger Fichtentriebe (möglichst von einer nicht unter Naturschutz stehenden Fichtenschonung) und zwei gehäufte Doppelhände Löwenzahnblüten werden um die Mittagszeit bei sonnigem und trockenem Wetter gesammelt und mit soviel kaltem Wasser aufgesetzt, dass alle Blüten und Fichtenspitzen mit Wasser bedeckt sind. Nach einem langsamen Siedungsvorgang lässt man den Topf zugedeckt eine Nacht stehen. Am darauffolgenden Tag 1 Stunde aufkochen lassen und eine weitere Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag wird die milchige Substanz durch ein Sieb gefiltert und die Blüten ausgepresst. Auf 1 Liter dieses Saftes werden 400 g brauner Kandis beigemischt. Messen Sie die Menge vorher ab! Bei 2 Liter Saft entsprechend 800 g Kandis verwenden. Zusätzlich kann man noch eine halbe ungespritzte Zitrone ohne Schale klein geschnitten hinzugeben. Die Mischung wird nun 4 bis 6 Stunden auf unterster Hitzestufe des Herdes geköchelt. Damit Wasser verdampfen kann, keinen Deckel verwenden. Wenn die Masse dickflüssig wird, den Sirup in vorbereitete, saubere und kleine Gläser abfüllen.

Gerade in den Wintermonaten verwöhnt dieser selbstgemachte Brotaufstrich mit herrlichem Geschmack. Bei Erkältungskrankheiten, Atemwegsbeschwerden und rauer Stimme kann der immunstärkende Honig in den Tee gegeben werden.