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ORTSGESCHICHTE TINZ

Während meiner Kindheit und Schulzeit bin ich in Tinz, einem Stadtteil im Norden Geras, aufgewachsen. Um Sie an den baulichen und strukturellen Veränderungen der letzten Jahre teilhaben zu lassen, präsentiert Ihnen diese Seite Eckdaten einer bewegten und ereignisreichen Geschichte dieses Ortes und bringt Sie über die derzeitigen Umgestaltungen auf den aktuellen Stand.



Verschaffen Sie sich einen Überblick und nutzen Sie den bereitgestellten Ortsplan Tinz, um sich besser orientieren zu können.


Ortsplan Tinz
Ortsplan Tinz.pdf (1.54MB)
Ortsplan Tinz
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Tinzer Ortsansicht


Brahmetal in Tinz



Ein Streifzug durch die Geschichte - Tinz von der Vergangenheit bis zur Gegenwart

Die erste urkundliche Erwähnung von Tinz konnte auf 1168 datiert werden. Dem Name zufolge war das "allodium Tynez" die alte Palisadenfestung einer sorbischen Siedlung am Verlauf der Weißen Elster nördlich von Gera. Im ausgehenden Mittelalter kreuzten sich hier wichtige Handelsstraßen, die nach Leipzig oder Nürnberg führten. 1331 kam Tinz in der Besitz der Herren von Gera, einer Nebenlinie der Vögte von Weida.

Die ältesten Gebäude im Ort sind die ehemalige Wallfahrtskirche St. Margareten und das Wasserschloss Tinz. Beide Sehenswürdigkeiten sollen im Folgenden näher vorgestellt werden.



Kirche St. Margareten zu Tinz 

 

Ältestes und bis heute erhaltenes Gebäude des Ortes ist die Kirche St. Margareten. Das Gotteshaus wurde unter dem Einfluss des Quedlinburger Damenstifts bereits Ende des 12. Jahrhundert errichtet und zählt damit zu den ältesten Kirchen in der Umgebung von Gera:


  • anfangs eine der Heiligen Maria geweihte Wallfahrtskirche
  • 1450: Anbau eines spätgotischen Chores und eines Langhauses
  • 17. Jhdt.: Umbau des Turmes als achteckige Schweifkuppel
  • 1838: Abbruch des Langhauses; seitdem hat die Kirche ihren heutigen Grundriss
  • seit 1990er Jahren: schrittweise umfassende Sanierung und Wiedernutzbarmachung als Gotteshaus



Schutzpatronin und Namensgeberin der Tinzer Kirche ist die Heilige Margareta von Antiochia. Sie gilt als eine der Vierzehn Nothelfer und starb als Märtyrerin am Beginn des 4. Jahrhunderts unter dem römischen Kaiser Diokletian. Einer Überlieferung nach begehrte der Stadtpräfekt Olibrius die christliche Jungfrau. Um sie vom Glauben abzubringen, ließ er sie gefangennehmen. Trotz großer Marter blieb sie standhaft im Glauben. Den Drachen, der ihr erschien, bändigte und besiegte sie mit dem Kreuzeszeichen. In der Tinzer Kirche wird Margareta im zentralen Fensterbild des Ostchores sowie auf dem Schnitzaltar links neben der Mutter Gottes mit dem Attribut des Drachens dargestellt.


Nach Schließung des Gotteshauses im Jahre 1973 begannen ab 1995 Maßnahmen zur Erhaltung der Kirche nach dem seit 1990 das Mauerwerk trockengelegt wurde. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Denkmalpflege des Landes Thüringen, des Finanzministeriums Thüringen, der Städtebauförderung und durch zahlreiche Spenden konnte in den letzten Jahren ein beachtliches Sanierungsprogramm zum Wiederaufbau und zur Nutzung der Tinzer Kirche realisiert werden. Hierzu zählten:



  • 1995:   Restauration bzw. Erneuerung der Kirchenfenster
  • 1995:   Neuinstallation der elektrischen Anlage
  • 1999:   Erneuerung des Innenputzes und Fußbodeneinbau
  • 1999:   Freilegung einer Sakramentsnische und eines Sakristeizugangs
  • 1999:   Freilegung eines gotischen Maßwerkfensters an Kirchenaußenwand
  • 1999:   Reparatur der Schiefereindeckung und Einblechung am Kirchenturm
  • 12.10.1999:   Öffnung des Turmknopfes nach 93 Jahren
  • 01.12.1999:   Erster Gottesdienst nach 30 Jahren in der Kirche
  • 2000:   Erneuerung des Innenanstriches
  • 2001:   Neueindeckung des Kirchenschiffes
  • 2002:   Neugestaltung der Kirchenbänke und Rückführung des Flügelaltars
  • 19.05.2002:   Erste Konfirmation nach 25 Jahren in Tinz
  • April 2005:   Abbau der Eifert-Orgel in der Stadtkirche St. Johannis
  • 2005:   Reparatur/Restauration der Orgel und Wiederaufbau in der Kirche
  • Ostern 2006:   Vollständige Fertigstellung der Orgel
  • 2008:   Installation einer Kirchenbankheizung
  • 2009:   Wiederinstandsetzung und Modernisierung der Kirchturmuhr
  • 2017/2018:   Turmsanierung mit Schieferneueindeckung und Fassadensanierung
Kirchturmsanierung 2018



Blickfang im Kircheninneren ist der spätgotische Flügelaltar, welcher wahrscheinlich von Matthias Plauener aus Zeitz im Jahr 1497 geschaffen wurde. Neben den Schnitzfiguren der Maria (Mondsichelmadonna) - flankiert von Margareta und Barbara (links) und Maria Magdalena und Anna Selbdritt (rechts) - im Zentrum des Schreins, besitzt der Flügelaltar zwei bewegliche und zwei fixierte Flügel. Im linken Flügel sind Andreas und Sebastian und im rechten Wolfgang und Valentin zu sehen. Nach Schließung der Tinzer Kirche 1973 wurde der Flügelaltar im Altarraum der Geraer Stadtkirche St. Johannis aufgestellt und 1995 in Leipzig restauriert. Bis zur Überführung in die sanierte Tinzer Kirche im Jahr 2002 beherbergte die Roschützer Kirche St. Nikolaus das kunsthistorische Meisterwerk. 




Im Jahr 1895 erbaute der Orgelbaumeister Adolf Eifert in Stadtilm für die Kirche in Schmirchau eine mechanische Orgel mit zehn klingenden Registern. Nachdem Schmirchau samt Kirche dem Uranbergbau der SDAG Wismut weichen musste, kam die Orgel 1956 in die Tinzer Kirche. Aufgrund der Feuchtigkeit und des Holzwurmbefalls wurde sie 1978 in die Geraer Johanniskirche überführt. Schäden an den Windladen machten die Orgel dort ab 1984 unbespielbar. Der Tinzer Gemeindekirchenrat beschloss die Rücküberführung der Orgel in die Tinzer Kirche und beauftragte die Orgelbaufirma Wünning aus Großolbersdorf mit der Instandsetzung und Restauration. Im August 2005 wurde die Orgel in Tinz festlich eingeweiht. 



Im Januar 2014 wurde eine neue Informationsbroschüre über die Baugeschichte und die Innenausstattung der Tinzer Kirche und des benachbarten Gemeindehauses herausgegeben. Die Faltbroschüre kann in der Gera-Information oder zu Gottesdiensten und sonstigen Veranstaltungen (Offene Kirche, Sommerfest) erworben werden.





 Wasserschloss Tinz 

 

Unter Graf Heinrich XXV. Reuß zu Gera begann 1745 der Ausbau des Kammerguts Tinz und der Neubau eines von Wassergräben umgebenen Schlosses, das im Stil des Barock nach Plänen des thüringischen Baumeisters Gerhard Hoffmann errichtet wurde. Nach Vollendung im Jahre 1748 diente die Anlage dem in Gera ansässigen Herrscherhaus Reuß jüngerer Linie als Sommerresidenz. Bis 1766 wurde die geometrisch angelegte Parkanlage bis zur Weißen Elster erweitert. Das Schloss Tinz ist die einzige vollständige erhaltene Residenz Reuß jüngerer Linie.



Über die Jahrhunderte war das Tinzer Schloss immer ein beliebtes Künstlermotiv. Auch der Maler Richard Zscheked ließ sich 1906 inspirieren und fertigte das nebenstehende Gemälde an.

 




Das Lust- und Wasserschloss zu Tinz erfuhr während des Verlaufs der Geschichte unterschiedliche Nutzungen:

  • 1806:  Napoleon Bonaparte erreicht mit seiner Armee die Schlossanlage
  • 1870/1871:  Unterbringung französischer Kriegsgefangener 
  • 1914:  Lazarett für deutsche Soldaten
  • 1920-1933:  Heimvolkshochschule Tinz
  • 1933-1945:  Reichsarbeitsdienstlager
  • 1960er Jahre:  Wehrkreiskommando der NVA
  • 1975/76:  Zuschüttung der Wassergräben
  • 1996-2009:  Sitz des Landgerichts Gera
  • Juli 2013:  Beginn der Sanierung des Schlosses und Neugestaltung der Außenanlage
  • ab 2018:  Teil des Campus der Dualen Hochschule Gera-Eisenach (DHGE)


 



Eckdaten der Tinzer Ortsgeschichte bis zum Jahr 2000

 

ab 1665:

Erwähnung der Existenz einer Schule

1872: 

Grundsteinlegung für die Aktienbrauerei in Tinz

1881:

Einweihung des Bezirksarmenhauses, in welches ab 1923 die Kreispflegeanstalt einzieht

1892:

Eröffnung der Straßenbahnlinie Tinz-Debschwitz

01.01.1919:   

Eingemeindung von Tinz nach Gera ohne den Schlossbezirk

1923:

Einweihung des Gaswerkes

1926:

Gründung der Flugplatz-Verkehrs-AG Gera mit Aufbau eines Flugplatzes in Tinz (Einweihung: 13. Juni 1926)

1932:  

Bau der Siemensstraße als Autobahnzubringer, wodurch der Schlosspark Tinzer zerschnitten wurde      

1937:

Eröffnung des Anschlusses Gera an die Reichsautobahn; Aufgab   

06.02.1945:

Luftangriff der Alliierten mit dutzenden Toten in Tinz

10.07.1954:

Elster-Hochwasser richtet in Tinz schwere Schäden durch Überschwemmungen an

1960er Jahre:

Umbau der ehemaligen Kreispflegeanstalt zur Kampfgruppenschule mit Bettenhaus und größter Turnhalle Geras

1968:

Auflösung der Schule Tinz und Umbau zum Kindergarten (ab 1971)

1973:

Bau des Wismut-Lehrlingswohnheim als 9-geschossiger Komplex in der Berliner Straße

1977:

Bau einer Schwimmhalle in Gera-Tinz

1985/1986:

Verlängerung der Straßenbahnlinie nach Bieblach-Ost mit Häuserabriss in der Tinzer Straße

 



Eckdaten der Tinzer Ortsgeschichte seit 2000

Mit einem öffentlichen Investitionsvolumen von mehr als 100 Mio. Euro erfuhr der Stadtteil Tinz seit 2000 eine beispiellose Aufwertung durch Infrastrukturmaßnahmen, Sanierung von Bildungseinrichtungen, Wohnungsbau und gewerbliche Ansiedlungen.  Die folgende Auflistung fasst die Ereignisse der letzten Jahre zusammen.


22.10.2002:

Grundsteinlegung für die Berufsakademie Gera (BA Gera) im Franzosenweg (Investitionsvolumen von 12,8 Mio. €)

19.02.2004:

Einweihung des Neubaus der Berufsakademie

2006:

Entkernung und Teilabriss der Hallen des ehemaligen Heizkraftwerks Gera-Nord

April 2006:

Beginn des grundhaften Ausbaus der Siemensstraße (980 m langer Bauabschnitt) im Bereich der Autobahnanschlussstelle Gera-Langenberg und einer 500 m langen Erschließungsspange West für das Industriegebiet Langenberg (Investitionsvolumen: 6,25 Mio. €)

August bis Oktober 2006:

Sanierung der Bitumendecke der südlichen Siemensstraße (1060 m langer Bauabschnitt) zwischen Brahmebrücke und Leibnizstraße (Investitionsvolumen: 1,3 Mio. €)

14.11.2006:

Fertigstellung der vierspurig ausgebauten Siemensstraße

Dezember 2006:

Fertigstellung des sechsspurigen Ausbaus der BAB4 zwischen den Anschlussstellen Gera-Langenberg und dem Kreuz Gera

August bis Oktober 2006:

Bau des dritten Abschnittes des Fuß- und Radweges von Bieblach-Ost bis Tinz mit Anbindung an den Radweg Thüringer Städtekette durch Verlängerung bis zur Siemensstraße

November 2006:

Umbau des ehemaligen Wismut Lehrlingswohnheim zur Florentinen-Wohnanlage für altersgerechtes Wohnen

30.05.2008:

Einweihung des Seniorenwohnparks "Zur alten Schule" der WBG "Aufbau" im Grünen Weg 65 (Investitionsvolumen: 6 Mio. €)

 






Stadtbahnprogramm Tinz 2007/2008

Am 11.05.2007 fiel in Gera-Tinz der Startschuss für den Ausbau der Gleistrasse der Straßenbahnlinie 3 in Stadtbahnqualität. Innerhalb von 18 Monaten Bauzeit wurden entlang des 1,2 km langen Abschnitts zwischen Thüringer Straße und Grüner Weg Rasengleiskörper und Fahrbahn vollständig voneinander getrennt und die Haltestellen "Tinz" und "Berufsakademie" modernisiert und ausgebaut. Das Gesamtpaket mit einem Investitionsvolumen von 10 Mio. € beinhaltete außerdem den Neubau von Straßen und Gehwegen in der Berliner Straße und Tinzer Straße sowie die Errichtung eines öffentlichen Parkplatzes mit 43 Stellplätzen an der früheren Wendeschleife Tinz. An der Berufsakademie wurde eine zentrale Umsteigestelle geschaffen, wo die Busse des GVB und RVG sowie die Straßenbahn das Drehkreuz des öffentlichen Nahverkehrs im Norden Geras bilden.



  • 11.05.2007: Baustart für den Ausbau der Linie-3-Trasse in Stadtbahnqualität
  • Juli 2007: Errichtung des Neubaus einer Straßenbahnbrücke über die Brahme
  • 26.11.2007: Einweihung der zentralen Umsteigestelle "Berufsakademie", heute "Duale Hochschule"
  • 09.06.2008: Beginn Bauabschnitt Berliner Straße mit Verlegung Haltestelle "Tinz"
  • 10.11.2008: Freigabe der Straßenbahnhaltestelle "Tinz"
  • 28.11.2008: Feierliche Einweihung der 1,2 km langen Stadtbahntrasse in Gera-Tinz

 

 




 

August 2008:

Beginn der Entkernung der drei Schornsteine des ehemaligen Heizkraftwerks Gera-Nord

Juni 2009:

Beginn der segmentalen Abtragung der bis zu 225 m hohen Schornsteine durch die Firma TVF Altwert aus Lübbenau

10.05.2010:

Spatenstich für das neue Berufsschulzentrum Technik in der Berliner Straße (Investitionsvolumen: 11,6 Mio. Euro im Rahmen des Geraer Schulbauprogramms)

Mai 2010:

Abriss der ehemaligen Schwimmhalle Tinz

Dezember 2010:

Abschluss des Rückbaus der Schornsteine des HKW Gera-Nord

Januar 2011:

Abriss der ehemaligen Polizeistation unterhalb des ASB-Pflegeheims "Grüner Weg"

Februar 2011:

Neubau der Brahmebrücke im Gewerbegebiet "Heizkraftwerk Nord"

09.12.2011:

Inbetriebnahme Solarparks Tinz (2 ha) auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerkes

17.09.2011:       

Beginn der Baumaßnahmen zur Ertüchtigung der Franzosenbrücke

Ende 2011:       

Abschluss der Erschließungsarbeiten im Gewerbegebiets "Heizkraftwerk Nord": Verlegung von Abwasser- und Trinkwasserleitungen sowie Neubau einer Erschließungsstraße


Rückbau der drei Essen


Solarfeld Tinz


Sanierung Schulgebäude BS Technik



16.04.2012:

Übergabe des neugebauten Werkstatt- und Laborgebäudes der Berufsschule Technik als Bestandteil des künftigen Berufsschulzentrums in der Berliner Straße

02.10.2012:

Wiedereröffnung und Verkehrsfreigabe der Franzosenbrücke nach 13-monatiger Bauzeit

April 2013:                          

Beginn der Trassensanierung der Straßenbahnlinie 3 nach Bieblach-Ost und Einrichtung einer provisorischen Straßenbahnwendeschleife an der Berufsakademie

30.05.2013:

Einweihung des energetisch sanierten und modernisierten Schulgebäudes der Berufsschule Technik in der Berliner Straße 157

17.07.2013:

Beginn der Sanierung des Wasserschlosses Tinz als letzter Bauabschnitt auf dem Campus der Berufsakademie Gera (Investitionsvolumen: 9,6 Mio. Euro)

Januar-März 2015:       

Umfangreiche Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz an der Brahme entlang des Rad- und Fußweges Thüringer Straße

November 2015:   

Umzug der Bibliothek der Berufsakademie in den Festsaal des Tinzer Schlosses

31.12.2015:

Großbrand auf dem Gelände des ehemaligen Milchhofes Gera

Februar 2016:

Auszug der Bibliothek aus dem Tinzer Schloss aufgrund eines schweren Wasserschadens; Baustillstand für 1 Jahr

April 2016:

Entdeckung und Freilegung der Steinbogenbrücken am Tinzer Schloss

10. Mai 2016:

Zweiter Großbrand auf dem Gelände des ehemaligen Milchhofes Gera

08.08.2016:

Beginn des Abrisses der ehemaligen "Kreispflegeanstalt" im Gelände der Ex-Kampfgruppenschule

November 2016:

Modernisierung und Erweiterung des Netto-Einkaufmarktes in Tinz

21.03.2017:

Ausbruch eines Großbrands in der Turnhalle der ehemaligen Kampfgruppenschule

März 2017:

Spatenstich für Errichtung eines mehrgeschossigen Erweiterungsbaus am ASB-Seniorenpflegeheims am Standort Grüner Weg

Juli 2017:

Wiedereinweihung der seit Mai 2016 sanierten Turnhalle Tinz (Investitionsvolumen: 2,1 Mio. Euro)

seit Juli 2017:

Sanierung des Kirchturms der Tinzer Kirche mit neuer Schiefereindeckung, Dachstuhl- und Fassadensanierung

10.08.2017:

Umbenennung der Haltstelle Berufsakademie in "Duale Hochschule"

27.10.2017:

Jubiläum: 20 Jahre Briefzentrum der Deutschen Post AG in Tinz

Oktober 2017:

Baubeginn für die Blockheizkraftwerke auf dem alten Kraftwerksgelände Gera-Nord

seit März 2018:       

Verlegung von Heißwasserleitungen entlang der Fernwärmetrasse nach Bieblach-Ost

 

Werkstattgebäude BS Technik

 

Sanierung Tinzer Schloss


Hochwasserschutz Brahme


Abriss Kampfgruppenschule


 


Zu guter Letzt - ein Ausblick in die Zukunft

Nach Abriss der drei Schornsteine des ehemaligen Geraer Heizkraftwerks und Erschließung des Areals an der Bundesautobahn 4 entstand ein 3,4 ha großes Gewerbegebiet mit optimaler Lage und guter Verkehrsanbindung. Aktuell werden dort neue Blockheizkraftwerke errichtet, die die Wärmeversorgung Geras zukunftsfähig machen. Außerdem besteht Platz für weitere kleine Gewerbeansiedlungen.

Die Geraer Verkehrsbetriebe (GVB) planten im Rahmen des Stadtbahnprogramms der Stufe 2 die Straßenbahn als Linie 4 bis nach Langenberg zu verlängern. Trotz bereits begonnener Vorarbeiten (Baumfällungen, Stützmauer) wird die 3 km lange Neubaustrecke nach Gera-Langenberg in naher Zukunft nicht realisiert werden. Lediglich die Sanierung der Gleistrasse nach Bieblach-Ost wurde 2013 abgeschlossen.

Mit dem Verkauf des Geländes der ehemaligen Kampfgruppenschule an die WBG "Aufbau" Gera besteht die Hoffnung, dass in den nächsten Jahren der Schandfleck inmitten von Tinz nach und nach verschwindet und sich das Areal mit einer modernen Wohnbebauung passend in das Ortsbild einfügt.

Auch für das Areal mit den inzwischen abrissreifen Gebäuden des ehemaligen Milchhofs Gera an der Siemensstraße besteht dringender Handlungsbedarf. Trotz des Aufkaufs der Grundstücke durch einen privaten Projektentwickler sind noch eine Investitionspläne bekannt.



Bausteine der Ortsgeschichte Tinz

 Flugplatz, Brauerei, Straßenbahn, Wasserschloss, Autobahn und Wallfahrtskirche: Tinz vereint in seiner beeindruckenden Geschichte, wie sonst kein anderer Stadtteil Geras den Anspruch zwischen Kultur, Industrie, Wohnen und Verkehr. Für alle Interessierten, die sich näher mit der Chronik von Tinz auseinander setzen möchten, empfehle ich die Chronik "Bausteine der Ortsgeschichte Gera-Tinz" - ein Projekt, das im Zuge der Sanierung der Tinzer Kirche ins Leben gerufen wurde und unter Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Gera und vielen Hinweisen und Dokumenten von Tinzer Einwohnern zu einem interessanten Nachschlagewerk gewachsen ist.

Wenn Sie Interesse haben, die Chronik zu erwerben, dann kontaktieren Sie mich. Wir werden Sie dann auf unsere Bestellliste setzen und Ihnen die Chronik zukommen lassen.  In Planung ist bereits die 6. Auflage, die wahrscheinlich Ende 2018 erscheinen wird.